Jetzt reicht’s – Kostenhammer Grund und Boden, Wohnen

Leserbriefe / 14.02.2023 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die kürzlich von der AK vorgelegte Kostenstudie über die Grund-und Bodenpreise und die damit zusammenhängenden überbordenden Kosten für Wohnungseigentum und Mietkosten sind alarmierend und so nicht mehr hinzunehmen. Hier müssen endlich kurzfristig durch die Politik Maßnahmen gesetzt werden, um diesen zum Teil hausgemachten Kostentreibern Einhalt zu gebieten. Es ist zu einfach, nur im Ukraine-Krieg und der Energiekrise die Ursachen zu suchen. Frau Eva King, studierte Ökonomin und Leiterin der Grundlagenarbeit der AK Vorarlberg, liegt wohl richtig. Sie meinte, dass die Wohnbaupolitik des Landes mitverantwortlich ist, dass aus dem vielgepriesenen Land der Eigentümer, ein Land der Mieter gemacht wurde. Mit verantwortlich sind sicher auch die völlig unergründbar aus dem Ruder gelaufenen Grundpreise und Baukosten. Diese können sich weder Normalverdiener, geschweige denn gering verdienende Menschen leisten. Sie werden aber trotzdem durch die dadurch enorm steigenden Mietkosten zur Kasse gebeten. Die von der AK anlässlich der Studie unterbreiteten Vorschläge sollten daher zeitnah diskutiert und einer Umsetzung zugeführt werden. Das Ergebnis wird zeigen, welche der im Landtag vertretenen Parteien künftig das Prädikat christlich, sozial oder beides verdienen. Das Grundrecht auf menschenwürdiges und daher auch leistbares Wohnen sollte wieder im Vordergrund stehen und nicht durch Investorenmodelle unterlaufen werden.

Willi Hagleitner, Bregenz

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