Aufruf zum „sensiblen“ Umgang

Es ist eigentlich schon lächerlich, wenn Landesräte und manche Bürgermeister alle Jahre wieder appellieren, dass Feuerwerke und Böller schädlich sind und man „sensibel“ damit umgehen soll. Da wird die Schädlichkeit penibel aufgelistet, die Brände, die Feinstaubbelastung, der Lärm, der Kinder, Haus- und Wildtiere traumatisiert. Der Müll, der hohe Kosten verursacht, weil den immer andere wegräumen müssen. Die Gifte, die Boden und Gewässer kontaminieren, die vielen auch schweren Unfälle, die Leiden der Atemwegserkrankten, alles wird penibel aufgelistet. Dass Appelle für die Katz sind, muss den Appellierenden längst klar sein. Es soll halt der Eindruck verschleiert werden, dass man trotz allem das Pyrotechnikverbot durch eine Verordnung aushebelt oder nicht wirklich etwas dagegen unternehmen will. Handelsketten, die dankenswerter Weise aus ethischen Gründen keine Pyrotechnik mehr anbieten, müssen nun zusehen, wie andere, die offenbar keine Skrupel kennen, das Geschäft an sich reißen, damit eine kleine Minderheit die überwiegende Mehrheit weiter tyrannisieren kann. Gründe gibt es genug, diesen nicht mehr zeitgemäßen Unfug endlich dadurch abzustellen, dass keine Ausnahmen mehr genehmigt werden und der Handel mit diesen Produkten eingestellt wird. Parteien sollten die Umfragen beobachten, denn wenn sie sich in diesem Wahljahr wirksam dafür einsetzen, können sie nur gewinnen.
Franz Ströhle,
Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn