Die „Rote Linie“
Zehn Minuten lang wird ein verängstigter Wolf von einem Autofahrer durch Bludenz getrieben und flüchtet in den Wald. Er hat damit eine Wallner’sche „Rote Linie“ überschritten und muss abgeschossen werden, um die Bevölkerung zu schützen. Seit 1992 gibt es zunehmend wieder Wölfe im Alpenraum. In diesen 31 Jahren hat kein einziger dieser Wölfe einen Menschen verletzt oder gar getötet. Durch den Straßenverkehr sterben in Österreich jährlich wenige Wölfe und knapp 400 Menschen. Gibt es auch hier eine entsprechende „Rote Linie“?
Gebhard Rüscher, Lustenau