„Warto mor no a kläle“
Alt-Bgm H. Leite hat in seinem Leserbrief „Wallner radelt in den Wahlkampf“ vom 18. Juli sicher recht, wenn er die Mobilitäts-Landesräte Rauch und Zadra samt LH Wallner als Hauptverantwortliche für das Achtal-Radwanderweg-Desaster nennt. Ich als gebürtiger Vorderwälder kenne den Weg mit dem Wälderbähnle nach Bregenz in die Berufsschule von damals und verfolge seit Jahren die Leserbriefe mit klaren Befürwortungsargumenten für den Radwanderzugang durchs Achtal. Somit ist die Anbindung in und aus dem Bregenzerwald auch für die Vorderwaldgemeinden möglichen, die bisher nur auf den gefährlichen Straßen fahren müssen. Das Nichtstun der Landesregierung nimmt mir die Hoffnung, dass der Hausverstand und die Vernunft siegen wird! Stattdessen wurden enorme Beträge für Gutachten und Studien ausgegeben – wie bei der endlosen S18-Geschichte –, Zeit versäumt, die baulichen Anlagen dem Verfall überlassen und das Ganze in eine „Sackgasse“ gelenkt! Werden dafür unsere Volksvertreter gewählt? Sicher nicht! Politiker werden von der Bevölkerung an ihren Taten gemessen, sodass viele Wähler/innen bei der kommenden Landtagswahl ihren Unmut an der Wahlurne auslassen. Deshalb muss ich mich bis zur Neuwahl der Landesregierung mit dem abgewandelten Wälderbahnlied „Warto mor no a kläle“ gedulden müssen.
Michael Schmelzenbach, Schwarzach/Riefensberg