Hängematte
Österreich
Ohne näher auf den aktuellen Fall der syrischen Großfamilie in Wien und deren hohen Sozialhilfebezug einzugehen, sind es genau solche Vorkommnisse, die der Politik letztlich auf den Kopf fallen. Oder eigentlich sollten! Es ist nicht die syrische Familie, die diesen Fall zu diesem Fall gemacht hat. Einzig und allein die Politik ist es, die hier verantwortlich zeichnet. Genau diese sozialen Ungereimtheiten sind es auch, die sich der Wähler merkt. An diesem Beispiel wird ja gezeigt, dass man in der „Hängematte Österreich“ mehr verdienen kann, als am Arbeitsplatz. Und das merkt sich eben der Wähler bis in die Wahlzelle.
Da hat die Politik also einiges verbockt! Dies bis zum Wahltag zu korrigieren, wird sich nicht mehr ausgehen. Da helfen weder rhetorische Geplänkel und Ausflüchte noch Sommergespräche. Für ein gutes Wahlergebnis im September ist es für einige Parteien schlichtweg zu spät. Während die Regierungsparteien im Sommer mehr oder weniger durcharbeiten müssen, kann sich eine Partei allerdings zurücklehnen und dem ganzen aus der realen Hängematte zusehen. Wie Medienmanager Christian Rainer in seiner VN-Kolumne am Samstag richtig sagte, solche Fälle spielen der FPÖ nur in die Hände. Salopp gesagt, sie sind das beste Schmiermittel für das FPÖ-Getriebe.
Tone Schneider, Egg