Landeshauptmann-
Drohung an
die Grünen

Leserbriefe / 05.08.2024 • 19:15 Uhr

Für mich unverständlich, da unsere Regierung sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene mit grüner Regierungsbeteiligung in schwierigsten Zeiten großteils gut funktioniert hat. Man denke an die Abschaffung der „kalten Progression“ für Arbeitnehmer, für eine bessere Umwelt die Einführung des Plastikflaschenpfandes ab 2025 sowie den Reparaturbonus statt folgenschwerer Wegwerfmentalität und vieles mehr. In Zeiten des für alle spürbaren Klimawandels mit stark gehäuften Extremwetterereignissen (Murenabgänge, Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen, Gletschersterben usw.) ist das Eintreten für Naturerhaltung und lebenswerter Zukunft wohl die größte Herausforderung für uns alle. Dazu braucht es unbedingt grün-denkende politische Vertretungen in allen Regierungen, die sich eben nicht nur mit „Sonntagsreden“ („Auch wir sind ganz für Naturschutz“) sondern mit mutigen Entscheidungen wie die unserer Umweltministerin mit ihrem Ja zum „EU-Renaturierungsgesetz“ und mit ihrem vom Landeshauptmann gewünschten „Begräbnis“ dieser unseligen S18-CP-Autobahnvariante. Diesem aus „verhandlungstaktischen Gründen“ sturen Beharren auf einer von Lustenauer(inne)n zu 77 % abgelehnten Variante durch Bundeskanzler und Landeshauptmann sowie der Vorarlberger FPÖ-Spitze schreckt sicherlich auch Teile eigener Wählerschaft ab, die die Zeichen der Zeit bereits erkannt haben. Wir werden unser knapper werdendes Steuergeld künftig für wichtigere Dinge wie beispielsweise die gute Erhaltung bereits bestehender Straßen, für Naturkatastrophenhilfe betroffener Bürger, für erneuerbare Energieförderung und für bessere Pflegepersonalbezahlung wesentlich effizienter einsetzen müssen.

Egon Troy, Fußach