Durchs (wilde) Trumpistan

Leserbriefe / 01.01.2025 • 19:00 Uhr

Seit mehr als zwei Wochen genieße ich es, ausgehend von Houston den Südosten der USA bis Arkansas zu erkunden. Die USA sind anders, nona. Ein „normales“ Mietauto mit einem 1,5-Liter-Motor zu mieten, gar nicht so einfach. Ich musste mit einem 2-Liter-AWD „zufrieden“ sein. AWD war bei zwei Starkniederschlagsfahrten aber ganz praktisch. Texas ist „dank“ Fracking noch ein richtiger Ölstaat, im sehenswerten Houston Museum of Natural Science werden in der Energieabteilung Öl und Gas inkl. Verarbeitung ca. 70 Prozent der Fläche zugestanden. Immerhin um die fünf Prozent den regenerativen Energien, selbstverständlich ist die Atomenergie prominent vertreten. Da ich fast ausschließlich „Trump-Land“ durchquerte, sprach ich das bei den durchwegs freundlichen und offenen Menschen auch an. Ein afroamerikanischer Hotelmanager brachte es so auf den Punkt: „Trump ist zwar ein Gauner, aber er ist ein authentischer Gauner, das politisch korrekte Gewäsch ist auch mir als langjährigem Wähler der Demokraten auf die Nerven gegangen.“ Infrastruktur, Stromnetz & Co sind teilweise echt renovierungsbedürftig, beim Strom würde unsere vkw einiges sofort abklemmen. Ich kann die US-Amerikaner, die auch mir gegenüber meinten, dass wir Europäer mit Putin selbst fertig werden müssen, verstehen. Das Geld hier auszugeben statt für die Army in Europa würde der US-Infrastruktur sehr guttun.

Dr. Klaus König,

Lauterach