Selenskyj, Trump

Leserbriefe / 03.03.2025 • 20:36 Uhr

und EU

Die legitim „listige“ Argumentation von Selenskyj: „Wenn Ihr, USA und EU, die Schutzmächte der Demokratie auf der Welt seid, wie ihr vorgebt, dann werdet ihr auch euren Preis dafür zahlen wollen! Wenn nicht, wird Putin nicht nur die Ukraine, sondern auch weitere europäische Staaten überfallen!“ Präsident Biden hat sich diesem Druck unterworfen mit 170 Milliarden (!) in der Rolle des „Schutzpatrons“ der Ukraine. Präsident Trump weigert sich, in diesen großen Summen fortzuzahlen; ja, es scheint (siehe Eklat!), dass er diese Unterstützungsforderungen als „politische Nötigung“ empfindet und ist – auch in Abhebung zu Biden – wütend hilflos (!?) nicht bereit, seinen Amerikanern weitere Milliarden aufzubürden für eine ferne Ukraine. Die EU sieht sich in ähnlicher Weise gefordert, den Beweis ihrer „hehren“ Versprechungen zu liefern – und zugleich die Rüstungsausgaben zu erhöhen: Putin könnte für ganz Europa gefährlich werden. Wobei ich das für ein bewusstes „Teufel an die Wand-Malen“ halte. Und die Ukraine? Gegen alles stolze Festklammern an nationaler Souveränität wird sie wohl auf den Deal eingehen müssen, den nicht nur „Trump“ als Friedensbedingung fordert, wenn nicht weitere 1000 ukrainische Söhne fallen sollen. Dies auch, weil die betroffenen Regionen historisch und emotional als Russland-bezogen gelten, wie es heißt.

Peter Mathei, Alberschwende