Stellungnahme

Leserbriefe / 03.03.2025 • 20:36 Uhr

Zum VN-Leserbrief von Othmar Amann, VN vom 25. Februar 2025:

Im Leserbrief von O. Amann wurde der Anschein erweckt, das Hochwasserschutzprojekt Rhesi würde die Sicherheit der Bevölkerung nicht an erste Stelle setzen. Dem widerspreche ich mit Nachdruck. Wir haben bei Rhesi keine Mühen gescheut, die bestmögliche Lösung für die Hochwassersicherheit der Bevölkerung zu erreichen. Eine Planergemeinschaft bestehend aus elf Büros aus der Schweiz, Österreich und Deutschland mit enorm viel Erfahrung aus dutzenden durchgeführten Projekten, erarbeitet unter der Führung der IRR das Hochwasserschutzprojekt Rhesi. Die Planung wurde durch mehrjährige Modellversuche an der ETH Zürich, in Dornbirn und an der TU Wien geprüft und bestätigt. Rhesi verbessert die Hochwassersicherheit im Rheintal wesentlich. Was die im Leserbrief erwähnte Kritikergruppe seit Jahren versucht, bezeichnet man als „False Balance“. Es soll durch ständige Wiederholung der Eindruck erweckt werden, dass die Meinung der Kritikergruppe genauso fundiert wäre, wie die Expertise der Fachleute. Dies soll für eine Diskursverschiebung sorgen und dazu dienen, die Legitimität und Fachkompetenz der IRR infrage zu stellen. Tatsächlich sind der IRR keine Fachleute mit Erfahrung im Flussbau bekannt, welche die Wirkung von Rhesi infrage stellen. Falls fachlich begründete Bedenken vorhanden sind, stellen wir uns diesen Diskussionen gerne.

Markus Mähr, Internationale Rheinregulierung (IRR), Gesamtprojektleiter Rhesi, St. Margrethen