Dilettant und ­Behaupter

Leserbriefe / 14.01.2026 • 19:32 Uhr

Es ist das Schlimmste für Politiker: Sie werden nicht mehr ernst genommen. So geht es der Vorarlberger Landesregierungs-Spitze jetzt: Man lächelt nur mehr über sie. Dem Einen ist das Landesbudget völlig entglitten, der Andere versteht gar nichts davon und muss seine Anfragebeantwortungen durch Rechtsanwaltsbüros prüfen lassen – auf Steuergeld-Kosten natürlich. Der Eine weiß sich gar nicht mehr zu helfen: Im Stakkato beschuldigt er aufrechte Bürgerinnen, an den Kostenexplosionen des größten und wahrscheinlich auch sinnlosesten Infrastrukturprojekts schuldig zu sein: Belegbar haben diese aber null Schuld daran. Der Andere hält teure Anträge für Neu-Umplanungen bei gleichen Ergebnissen für der Weisheit letzter Schluss: Gleichzeitig ist er aber unfähig, zu sagen, was die Mehrkosten der selbstverursachten Baustopps und des katastrophalen Sprengunfalls bisher ausgemacht haben: Unfassbar! Jetzt fangen die Feldkircher selbst die Bescheid-Auflagen zu lesen an, und siehe da: Nur mit 40 oder 50 km/h dürfen die Autos durch die Tunnelspinne den Lkw nachduckern! Bei Staus (über 30-mal findet sich der Begriff in verschiedenen Formen im Gerichtsurteil) müssen sie die alte Route durch die Stadt fahren. Und dort ist Tempo 30 vorgeschrieben, von der Bärenkreuzung bis zur Grenze! Tatsache! Wer will dieses Milliardenloch noch? Wir Steuerzahler? Und wer ist hier der Dilettant und wer der Behaupter?

Andreas Postner,

Rankweil