Waldverein
Zum Leserbrief von Tone Metzler, VN vom 21.1.2026:
Wieder einmal wird gegen die hiesige Jägerschaft geschossen. Was sind wir doch für Schwächlinge, unfähige Jäger, Paragrafenreiter, keine Standhaftigkeit, einfach Nieten. Danke, Herr Metzler, für die Zurschaustellung der eigenen Landsleute. Klar ist der Schweizer ein Paradebeispiel fürs Jagen in Österreich. Wenn ich die immensen Jagdpachtsummen erhalte, fange ich auch an zu loben. 62 Stück Rehwild anstatt 16 Stück: Hier tun sich neue Erkenntnisse auf. Mir ist bis anhin nicht bekannt, dass ein Reh auf TBC getestet wurde. Herr Metzler scheint da über einen neuen Wissensstand zu verfügen. Wenn es ein Aushängeschild sein soll, dass die Schweizer Jäger für ihre Fleißarbeit gelobt werden, tja, wo bleibt denn da die Waidgerechtigkeit. Ist die Entsorgung von Wildkadavern in öffentlichen Gewässern Vorzeigebeispiel? Und interessant, dass sie so einen hohen Abschuss bei der Tagesjagd herbringen, was unsere nicht geschafft haben. Liegt vielleicht an den Jobs, dass sie tagsüber Zeit zum Jagen hatten und unsere Jäger halt arbeiten mussten?! Mein wichtigstes Anliegen: Wo bleibt der Tierschutz für Wildtiere? Hat das in unserer Gesellschaft noch eine Bedeutung? „I am from Austria“ sollte vielmehr unser Leitsatz sein. An unseren Jagdschulen mit ausgezeichneten Ausbildnern lernen wir jagdrechtlich relevante Dinge. Jagen zu jagdüblichen Zeiten, waidgerechtes Aufbrechen der Wildkörper mit sorgfältiger Entsorgung etc.
Sabine Lemaire-Spieler, Lustenau