S16 – politisches ­Handeln überfällig

Leserbriefe / 04.02.2026 • 19:42 Uhr

Stiplovsek

Bludenz und St. Anton verbindet die Schnellstraße S16, ein Flickwerk, das zwischen zwei und dreispurig auf so gefährliche Weise wechselt, dass es jedes Jahr Todesopfer fordert. So wie auch diese Woche. Wikipedia bezeichnet die S16 deshalb sogar als Todesstrecke. Die ASFINAG begegnet dem mit Schildern, die einen darauf hinweisen, sich auf einer Unfallstrecke zu befinden und mit endlosen Bauarbeiten, die kleine Abschnitte erweitern. Beauftragt wurde auch ein Wünschelrutengänger, der angebliche „Kraftfelder“ ausmachen soll. Ein wirklich durchdachter Ausbau, der dem Verkehrsaufkommen ernsthaft begegnen kann, bleibt hingegen aus. Da ein Ausbau, der die beiden Fahrtrichtungen klar voneinander trennt, kostspielig ist und die Gefahr birgt, die S16 zur Transitroute zu machen, versucht man dies wohl zu vermeiden und setzt stattdessen auf abschnittsweise Erweiterung. Dass die Sicherheit auch auf diese Weise deutlich erhöht werden kann, scheint aber nicht gegeben zu sein. Zudem ist die S16 keine unbedeutende Bundesstraße, sondern ein Nadelöhr, das Vorarlberg mit dem Rest Österreichs verbindet. Dies fordert meiner Meinung nach ein lange überfälliges Gesamtkonzept statt fünfjähriger punktueller Ausbauarbeiten. Die Politik ist längst gefordert, hier endlich zu handeln.

Marie-Theres Muxel,

Lech