Leserbrief: Ein Mann mit befremdlichen Ideen

Unser Vizekanzler und SPÖ-Vorsitzender fordert regelmäßig eine stärkere Besteuerung der Reichen und auch von ererbtem Vermögen. Nach seiner Vorstellung vermehrt sich deren Vermögen am Kapitalmarkt quasi von selbst – ein Irrtum, der gut in seine linksorientierte Weltsicht passt. Dabei scheint ihm entgangen zu sein, dass die Besteuerung von Gewinn aus Vermögen durch die Kapitalertragsteuer von 27,5 % bereits heute gegeben ist. Wer jedoch nach seiner Definition als “reich” gelten soll, bleibt offen. Angesichts der hohen Inflation und Teuerung in Österreich könnte rasch auch ein durchschnittlicher Hauseigentümer in diese Kategorie fallen – und damit Gefahr laufen, dass sein hart erarbeitetes Eigentum der von seinen Genossen kolportierten neuen Neider‑Steuer zum Opfer fällt. Vor diesem Hintergrund erscheint auch die jüngste Bemerkung des ehemaligen burgenländischen Landeshauptmanns, Hans Niessl, nachvollziehbar, der Andreas Babler als bekennenden Marxisten bezeichnete. Ein moderner Sozialdemokrat sehe zweifellos wohl anders aus, so die Meinung Niessls.
Robert J. Bösch, Lustenau