Gemeinden und ihre Schulden
Für die Erstellung eines Gemeindebudgets sollte folgender Grundsatz gelten: Zuerst kommt „das Notwendige“, dann „das Nützliche“ und zuletzt „das Vergnügliche“ ins Budget. Wenn nach diesem Grundsatz konsequent vorgegangen wird, bringt auch Zwischenwasser ein Budget zustande. Auch wenn ihnen das Land vielleicht kurzfristig helfen kann, am Ende werden sie, wenn sie keine neuen Einnahmequellen finden, ihr Budget über die Ausgaben sanieren müssen. Obwohl Laterns, gemessen an der Pro-Kopf-Verschuldung, fünfmal so viel Schulden aufweist, weigert sich die Mehrheit der Gemeindevertretung von Laterns seit Jahren vehement, ihren 570 Hektar großen Waldbesitz nachhaltig als Einnahmequelle zu nutzen. Bereits seit mehreren Jahren stellt die EU und auch die Republik Österreich über den österreichischen Waldfond bedeutende Geldmittel für forstliche Maßnahmen zur Verfügung und zudem sind diese Fördermöglichkeiten auch noch sehr breit gestreut. Dadurch ist es besonders für große Waldbesitzer attraktiv und geradezu einfach diese Fördergelder zu lukrieren. Leider wird sich daran nichts ändern, solange sich an den beratungsresistenten GemeindevertreterInnen nichts ändert. Auch die Tatsache, dass bei der letzten Gemeindevertretungswahl einer der Verhinderer von forstlichen Maßnahmen von seinen eigenen Parteifreunden aus der Gemeindevertretung hinausgewählt wurde, hält ihn nicht davon ab, von der Ersatzbank aus, seine eigenen Interessen zum Schaden der Allgemeinheit durchzusetzen.
Gerhard Vith, Laterns