Leserbrief: Bergekosten nach Alpinunfällen

Derzeit häufen sich wieder die Lawinenunfälle, weil viele Tourengeher der Meinung sind, ihnen würde schon nichts passieren! Und das bei Lawinenwarnstufe 4 von 5! Offensichtlich gehen viele los, ohne gründliche Tourenplanung, die nicht nur die Route, sondern auch die Wettersituation, die Schneebeschaffenheit usw. mit einbezieht. All das kann man bei Kursen vom Alpenverein lernen: das Planen, das Gehen, sogar das Sondieren und Ausgraben, wenn es zu einem Lawinenabgang gekommen ist. Vielleicht würde die Aussicht, dass man bei Selbstverschulden die Kosten für die Bergung zahlen muss, einige Menschen davon abhalten, schlecht oder gar nicht vorbereitet auf Tour zu gehen! Abgesehen davon, dass bei einem Lawinenabgang auch noch die Bergemannschaft u. U. in Gefahr gerät! Jeden Winter das Gleiche – die Menschen lernen einfach nichts dazu – nicht nur beim Tourengehen! Das alpine Gelände ist kein Freizeitpark, im Winter schon gar nicht! PS: Ich weiß, wovon ich spreche. Mein Mann und ich haben über viele Jahrzehnte Skitouren gemacht in den unterschiedlichsten Gebieten, immer nur zu zweit, und wir sind nie in eine gefährliche Situation gekommen!
Elvira Maul, Feldkirch