Leserbrief: “Beten statt Handeln”

Papst Leo XIV. beklagt sich (laut VN 9.3.2026) zu Recht, dass viele Frauen schon von Kindheit an diskriminiert werden und Gewalt in vielen Formen erleben. Er verspricht deshalb, für die betroffenen Frauen zu beten. Er bittet also den einzigen Gott seiner Kirche, Diskriminierung und Gewalt an Frauen durch seine einzigartige Allmächtigkeit zu beenden. Möglicherweise wäre vielen Frauen mehr geholfen, wenn er als populäres Oberhaupt einer weltumspannenden Organisation seinen nicht geringen Einfluss dafür verwenden würde, hinter die besonders weitreichende und unverblümte Diskriminierung von Frauen im Bereich der römisch-katholischen Kirche endlich einen Schlusspunkt zu setzen.
Mag. Gebhard Rüscher, Lustenau