Leserbrief: SOS Kinderdorf

Leserbriefe / 19.03.2026 • 12:30 Uhr
Leserbrief: SOS Kinderdorf

Auch wenn ich nur ein juristischer Laie bin, habe ich dennoch ein paar Fragen an Menschen, die sich mit dem österreichischen Recht etwas besser auskennen. Anscheinend wusste das SOS Kinderdorf schon vor ca. 10 Jahren vom Kindesmissbrauch. Sie haben dieses intern gelöst, mit Therapie und Schweigegeldzahlungen. Nun meine Fragen: Wenn ich mithelfe, eine Straftat – und Kindesmissbrauch ist eine Straftat – zu verschleiern, bin ich dann juristisch mitschuldig, oder ist es etwa auch Selbstjustiz, Umgehung der Justiz? Falls ja, wäre dann das SOS Kinderdorf nicht gar eine kriminelle Vereinigung, die nach dem Mafiaparagrafen behandelt werden müsste? Gilt selbstverständlich auch für die katholische Kirche und, so wie es ausschaut, für den ORF. Ich freue mich über eine aussagekräftige Rechtsberatung, selbstverständlich öffentlich, und es gilt natürlich die Unschuldsvermutung, und es besteht logischerweise kein Anfangsverdacht, allerdings würde ich sagen: Wiederholungsgefahr. Vielleicht könnte ja der Kinder- und Jugendanwalt dazu Stellung nehmen.

Martin Lampert, Mäder