Leserbrief: ORF-Stiftungsrat

Leserbriefe / 20.03.2026 • 10:30 Uhr
Leserbrief: ORF-Stiftungsrat

Ohne auf die aktuelle Schlammschlacht am Küniglberg einzugehen, überrascht und enttäuscht mich zugleich, dass dieser “Intrigenstadl” nicht schon lange dem Stiftungsrat aufgefallen ist. Als oberstes Kontrollorgan des ORF müsste da doch etwas durchgedrungen sein. Wie kann es sein, dass 35 bestens vernetzte Mitglieder so eine Entwicklung nicht mitbekommen? Und da meine ich noch gar nicht die Causa Weissmann-Strobl. Laut aktueller Berichterstattung soll in der ORF-Konzernzentrale am Küniglberg doch einiges im Argen liegen. Besonders die Managementetage findet sich in den Medien sehr oft – böse Zungen reden hier sogar vom „sexten Stock”! Bildlich gesprochen kann man eine Stiftungsratssitzung ruhig mit einer Torte vergleichen, bei der nicht alle 35 Kerzen gleich hell brennen. Einige “Kerzen” sollen auch gar nicht brennen. Zu politisch besetzt, ist dieses Gremium aus der Zeit gefallen! Angesichts der allseits gewünschten Entpolitisierung des ORF kann der Stiftungsrat in dieser Form seine Aufgabe als Kontrollorgan nicht erfüllen. Den beiden Vorsitzenden Lederer und Schütze werden zudem noch berufliche Interessenskonflikte vorgeworfen. Es soll aber auch noch weitere schwarze Schafe unter den Mitgliedern geben. Für Ingrid Thurnher ist es jedenfalls eine Herkulesaufgabe, das Flaggschiff ORF wieder in ruhigere Gewässer zu bringen. Die Politik müsste sich dann allerdings schleunigst aus dem Stiftungsrat entfernen.

Tone Schneider, Klebern, Egg