Spritpreisbremse mit positiven Nebenwirkungen
Wie wär’s denn mal mit Temporeduktion? Mit 110/80/30 km/h auf Autobahn/Landstraße/Wohngebiet? Damit ließe sich einiges sparen, das kann man überall nachlesen. Zur Spritersparnis dazu erhielten wir ganz gratis eine Reduktion der Unfallzahlen – sind fast 400 Verkehrstote plus Verletzte plus Dauerinvalide nicht genug? Ganz abgesehen vom großen menschlichen Leid auch wirtschaftlich bedeutend. Ganz gratis erhielten wir eine Reduktion von Lärm, Abgasen, Feinstaub und auch Fahrstress dazu, für unser aller Gesundheit von enormer Bedeutung. Wie wär’s mit Umstieg auf Öffis in Kombination mit Rad- und Fußweg? Sparsam und gesund. Wie wär’s mit Fahrgemeinschaften? Wenn man sich die Autokolonnen zu den Stoßzeiten anschaut: Warum braucht’s ein Gefährt von 2,5 t mit 200+ PS, das 12 qm öffentlichen Raum beansprucht, um eine Person zu befördern? Etwas mehr Bescheidenheit wäre manchmal auch kein Fehler. Sicherlich, auf die Bequemlichkeit und manchmal auch Notwendigkeit eines Autos vor der Haustüre wollen wir nicht gerne verzichten. Wichtig dabei ist, dass wir alle sicher und so umweltschonend wie möglich an unser Ziel kommen – und wenn wir dabei noch die eigene Spritpreisbremse im rechten Fuß im Kopf haben, umso besser.
Dr. Hanspeter Simma, Dornbirn