Spritpreisbremse – wozu?
Ich möchte dem erhellenden Leserbrief von Dr. Simma (21.3.2026) noch einige Gedanken hinzufügen. Wurde nicht gerade erst der Pendlereuro verdreifacht? Ist das Dieselprivileg nicht noch in Kraft? Warum schon wieder der Ruf nach dem Staat? Das größte Sparpotenzial hat jeder selbst in der Hand. Wer hindert mich daran, Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt einzuhalten, auf der Autobahn 100 km/h zu fahren und das Auto nur in „Notfällen“ zu benutzen? Belastbare EU-Zahlen sprechen von einem Einsparpotenzial von 25 % und mehr. Persönliche Erfahrung: Ich wohne in einer 20-km/h-Begegnungszone in Dornbirn-Kehlegg, an der die Elektro-Stadtbuslinie 9 im Halbstundentakt vorbeiführt. Geschwindigkeitseinhaltung – Horror! Nutzung des Busses zur Arbeit und Besorgungen – Horror! Die Gründe, warum beides angeblich nicht funktioniert, sind oft dumm und lächerlich. Niemand sagt offen, dass ihm Menschenschutz egal ist und Faulheit im Vordergrund steht. Für seltene Autofahrten nutze ich konsequent meinen Geschwindigkeitsbegrenzer. Raser, Autoposer und Autodrifter verzweifeln hinter mir – das ist mir egal. Und die „Lösung“ der FPÖ-Führung? Billiges Öl und Gas aus Russland. Zynischer und kurzsichtiger geht es wohl kaum. Zitat Siegfried Lenz: Jeder will das Beste – für sich.
Otto Bechter, Dornbirn