Leserbrief: Pressefreiheit neu interpretiert

Leserbriefe / 26.03.2026 • 15:55 Uhr
Leserbrief: Pressefreiheit neu interpretiert

Zum Kommentar “Unruhestand” von Hanno Loewy, VN vom 26. März:

Ein Bekannter fragte mich vorgestern, was auf den von mir erwähnten Hörstationen am Alten Rhein eigentlich zu hören sei. Ich riet ihm, es selbst herauszufinden – schließlich ist er mit über 80 noch täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Ich ergänzte, dass ich dort noch nie jemanden an einer dieser Hörstationen gesehen habe, obwohl ich mehrmals pro Woche am Alten Rhein bin. Das Interesse scheine sich in engen Grenzen zu halten. Am Nachmittag rief er erneut an – amüsiert: „Du glaubst nicht, wer mir persönlich den Zugang per App-Code eingerichtet hat.“ So ein Betonschädel kann ich also nicht sein, wenn ich mithelfe, den Beton endlich mal seiner Bestimmung zuzuführen. Sollte im angekündigten Unruhestand künftig neben dem Dialog mit der halben Welt noch Zeit zur Verfügung stehen, ließe sich dieses Modell natürlich konsequent weiterführen. Ich denke mal nach, wen ich als nächstes motivieren könnte.

Dipl. -Ing. Thomas Kopf, Hohenems