Leserbrief: Ist Einbildung auch Bildung?

Leserbriefe / 31.03.2026 • 12:30 Uhr
Leserbrief: Ist Einbildung auch Bildung?

Gem. orf.at gab es Ende Februar 2026 genau 436.160 Arbeitslose in Österreich. Und gem. Homepage, z. B. der Neos, bedeutet Fachkräftemangel: “Fachkräftemangel bedeutet, dass eine große Anzahl von offenen Stellen in einem oder mehreren Fachgebieten nicht besetzt werden kann, da zu wenig fachlich ausgebildetes Personal zur Verfügung steht”. Wie können wir dies ändern? Hier Beispiele: Tageszeitungs-Zitat (TZZ): “… muss damit auch heuer bei der mündlichen Matura bloß ‚mitwirken‘. Die Antwort muss nur im Zusammenhang mit der Frage stehen, richtig sein müssen sie nicht.” TZZ: “Ich wollte wissen, ob die Dame 7 und 6,30 zusammenrechnen kann. Das darf ich nicht mehr. Mir wurde es vom AMS verboten, dass ich einfache Aufgaben in Rechnen stelle.” Die Frage wird als weltfremde Praktik bezeichnet. TZZ: “Immer mehr Schüler:innen können die klassische Uhr nicht mehr lesen. Dies wird im Alltag spürbar.” Dazu ein Zitat eines Elternteils: “Mein Kind weiß nicht, was Viertel nach acht bedeutet.” Dieses Unwissen in der Gesellschaft ist also bereits im Alltag bemerkbar. Es wird Zeit, dass wieder Wissen im Mittelpunkt der Bildung steht und keine intersektionale Einbildung. Lösungsansatz: Wissenslust und Resilienz fördern und fordern. Viel Vergnügen beim Lernen.

Harald Nagelseder, Frastanz