Leserbrief: Der innige Wunsch nach Weltfrieden

Leserbriefe / 03.04.2026 • 11:30 Uhr
Leserbrief: Der innige Wunsch nach Weltfrieden

Er beschreibt das Ideal eines dauerhaften Zustands ohne Kriege und Gewalt zwischen allen Menschen und Nationen. Obwohl wir alle große Hoffnungen in eine globale Harmonie setzen, müssen wir angesichts der aktuellen Weltlage leider zur Kenntnis nehmen, dass dieser zutiefst menschliche Wunsch oft als unerreichbares Ziel sehr schmerzhaft in unser Bewusstsein dringt. Da der Weltfrieden einen zentralen Antrieb für internationale Politik, Religionen und die Zivilgesellschaft darstellt, bleibt uns zumeist nur die Betrachtung der zentralen Aspekte des Weltfriedens. Dazu gibt es ja eine institutionelle Basis der Vereinten Nationen, welche 1945 mit dem Hauptziel gegründet wurde, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Sie umfasst dauerhafte, rechtlich organisierte Strukturen und soziale Einrichtungen wie Unternehmen, Behörden, Stiftungen oder Verbände, die als Ganzes betrachtet werden. Sie bilden das Fundament für Ordnung, Stabilität und die Umsetzung gesellschaftlicher Ziele. Ich erinnere mich gerne an Nicole, die 1982 im ESC “Ein bisschen Frieden” gesungen hat. Auch in jenem Jahr gab es Konflikte – Falklandkrieg und Iran–Irak, auch damals sind Konfliktprävention und Mediation zur Verhinderung fehlgeschlagen – und heute sind wir Lichtjahre vom Weltfrieden entfernt. Das Konzept eines “utopischen Hinterlands” verhindert leider die Vorstellung ökologischer Nachhaltigkeit und deren gesellschaftlicher Alternativen.

Sabine Windberger, Bregenz