Leserbrief: Waffenruhe im Nahen Osten

Man fühlt sich wie in einem amerikanischen Spielfilm. Leider ist das tödliche Theater im Nahen Osten bittere Wirklichkeit: Tausende Tote und mutwillige Zerstörung sind dort an der Tagesordnung. Auch die Umwelt leidet darunter. US-Präsident Donald Trump wollte den Iran bis in die Steinzeit zurückbomben und jegliche Zivilisation zerstören. Im letzten Augenblick vereinbarten die USA und der Iran unter Vermittlung des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif jedoch eine zweiwöchige Waffenruhe, um einen Deal auszuhandeln. Vertreter des Iran übermittelten den USA einen Zehnpunkteplan für ein künftiges Friedensabkommen. Darin stehen unter anderem folgende Forderungen: die dauerhafte Einstellung von Aggressionen, die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus, die Aufhebung von Sanktionen und das Recht auf Urananreicherung. Doch werden die USA und Israel zustimmen? Schließlich fühlt sich Israel durch das Raketen- und Atomprogramm bedroht. Die USA haben diesen Krieg begonnen, um dem befreundeten Israel einen Gefallen zu tun. Es stehen noch zähe Verhandlungen bevor, um einen Kompromiss zu erzielen und Vertrauen aufzubauen. Für die Europäer ist es wichtig, dass die Blockade der Straße von Hormus aufgehoben wird. Erst dann können sich die Spritpreise wieder normalisieren und die allgemeine Teuerung kann gestoppt werden.
Kurt Gärtner, Wels