Leserbrief: Aufwertung der Bildungs- und Berufsberatung

Leserbriefe / 20.04.2026 • 12:15 Uhr
Leserbrief: Aufwertung der Bildungs- und Berufsberatung

Als ehemaliger Schülerberater, Studienberater in der Lehrerbildung und ausgebildeter Schulentwicklungsberater sehe ich in der wenig gewinnbringenden schulischen Rankingdiskussion einen Impuls, die Bildungs- und Berufsberatung in einem schulrechtlichen “Bildungsmanagement-Paket” abzusichern und damit den gesellschaftlichen und bildungspolitischen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. In der Bildungslandschaft ergeben sich viele wesentliche Zeitpunkte, die eine Bildungsberatung notwendig machen und Hilfestellungen für Eltern bieten: am Schulanfang mit dem Angebot der Vorschule, bei den Übergängen von der Grundschule in die Sekundarstufe I (MS – AHS-Unterstufe), beim Übergang in die Sekundarstufe II (PTS / Berufsbildung – BMS / BHS / AHS-Oberstufe) und letztlich bei der Maturantenberatung sowie der Berufs- und Studienberatung. Die Fülle der Bildungsmöglichkeiten und in der Folge der Berufsmöglichkeiten erfordert letztlich ein Bildungsmanagement mit Aus- und Fortbildung in Beratung. Auch dies ist eine Dimension zeitgemäßer gesamtgesellschaftlicher Verantwortung im Bildungsbereich. Wenig beachtet läuft aktuell am “Bundesinstitut für Erwachsenenbildung” in Strobl a. W. eine Reihe von Lehrgängen für die Bildungs- und Berufsberatung sowie “Beratung + Kompetenz”. Anlässe und pädagogische Herausforderungen sind vorhanden.

Dr. Günther Dichatschek, MSc, Kitzbühel