Ländleapfel ade?
Ich frage mich, ob ich schon richtig gelesen habe: Dem Movento-Insektizid ist von der Vorarlberger Landesregierung eine Notfallzulassung erteilt worden. Das Insektizid ist für Menschen gering toxisch, kann aber „nur“ allergische Hautreaktionen hervorrufen. Allerdings unter anderem auch die Fruchtbarkeit einschränken. Was aber der absolute Hammer ist: Es kann vermutlich auch das Kind im Mutterleib geschädigt werden. In mir werden Erinnerungen an den Contergan-Skandal wach. Alles halb so wild? Der Hersteller Bayer verspricht auf der Homepage (bayer.at) ein breites Wirkungsspektrum, doppelt-systemische Verteilung im Saftstrom und eine fantastische Dauerwirkung. Danke auch an die Landwirtschaftskammer, die den Antrag gestellt hat.
Ich persönlich möchte unter keinen Umständen Gemüse oder Obst, das mit Movento behandelt wurde, essen. Ich verlange eine Deklaration, wenn solche Insektizide angewendet wurden. Welche Obst- und Gemüsebauern distanzieren sich von einer Anwendung mit Movento? Ja, ich weiß, nur eine Notfallzulassung.
Wolfgang Allgäuer, Feldkirch