Reststoffkraftwerk der RONDO

Leserbriefe / 29.04.2026 • 13:39 Uhr

Als ehemaliger Vorstand der Ganahl AG konnte ich die Überschrift in den VN vom 18. April „Wir haben nichts gegen die Rondo“ nicht übersehen. Wir erfahren, dass der Bürgermeister Walter Gohm und die Gemeindevertreter im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung eine negative Stellungnahme abgegeben haben. Im Jahr 2022 hat der Bürgermeister das Projekt noch als „Meilenstein“ bezeichnet, da damit in großem Ausmaß fossile Brennstoffe ersetzt werden können. Nun torpediert der Bürgermeister mit den Gemeindevertretern das Projekt mit dem Argument, dass das Projekt nun wegen zusätzlicher 37 Lkw-Fahrten größer ist. Ob das Projekt umweltverträglich ist oder nicht, werden Fachleute in der UVP feststellen. Offensichtlich ist den Gemeindevertretern in Frastanz nicht bewusst, dass durch ihre Verhinderungspolitik der Standort der Papierfabrik und viele wertvolle Arbeitsplätze gefährdet sind. Heute leben wir in einer Zeit, in der keine Versorgungssicherheit für fossile Brennstoffe gegeben ist und in der weitere Preiserhöhungen wahrscheinlich sind, die die Arbeitsplätze in Frastanz gefährden. Umso mehr ist die Bemühung des Vorstandes der Rondo anzuerkennen, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die Aussage „Wir sind nicht gegen die Rondo“ hätte sich der Bürgermeister ersparen können.

Dr. Günther Krametter, Feldkirch