Leserbrief: Armutszeugnis

Leserbriefe / 04.05.2026 • 12:15 Uhr
Leserbrief: Armutszeugnis

Da muss es doch in den Fingern jucken, wie die Gemeindevertretung Frastanz einschließlich Bürgermeister in der Sache Rondo Ganahl, sogar einstimmig, entschieden hat. Die Ablehnung im UVP-Verfahren ist ein Affront gegen dieses langjährige Unternehmen und bedeutenden Arbeitgeber. Gemeindevertreter, die gerade in wirtschaftlichen Dingen besondere Fachkenntnisse haben sollten, haben sich laut Presse in dieser Sitzung davongeschlichen und Vertreter entsandt. Dies ist nicht nur Feigheit vor der Verantwortung, sondern insbesondere die Frage, ob diese Personen nur als “Schönwetterpolitiker” überhaupt als Gemeindevertreter geeignet sind und nur an ihren persönlichen und geschäftlichen Vorteilen interessiert sind. Es reicht nicht aus, eine Verwaltungsvorlage einfach abzusegnen, sondern sich konstruktiv einzubringen, auch wenn ein Teil der Bürgerschaft anderer Meinung ist. Rondo Ganahl macht sich weitgehend unabhängig von fossiler Energie und die Gemeinde hätte sich längst im Vorfeld darüber deutlich erkundigen müssen, welche Stoffe verbrannt und welche Emissionen in die Umgebung abgegeben werden, einschließlich des Zubringerverkehrs. Mit gelben und schwarzen Säcken Meinungen zu schüren, reicht dazu bei weitem nicht aus. Die Gemeinde hat es deutlich versäumt, ihre Bürger umfassend zu informieren, und es wird schwer sein, aus dieser selbstgestellten Falle wieder herauszukommen.

Gernold Wassmer, Frastanz