Leserbrief: Geburtshilfe und Gynäkologie Dornbirn im Argumentations-Slalom

Leserbriefe / 04.05.2026 • 11:29 Uhr
Leserbrief: Geburtshilfe und Gynäkologie Dornbirn im Argumentations-Slalom

Die Verlegung der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie von Dornbirn nach Bregenz ist für Gesundheits-LR Rüscher bereits in Stein gemeißelt. Die Petition mit 57.000 Unterschriften und das laufende Volksbegehren zur Beibehaltung in Dornbirn sind für sie offenbar nicht mehr als ein “Kratzbaum”, wo die Bevölkerung den Unwillen ein bisschen abreagieren darf. Seltsam, dass so getan wird, als ob die jetzt favorisierte Lösung immer schon die einzig schlüssige gewesen sei. Vor wenigen Monaten behauptete Frau LR Rüscher in einem VN-Interview noch, man habe “Dornbirn gefragt, was es in Zukunft gerne hätte. Wenn der Träger gewollt hätte, hätte er es anders haben können. Das Land hätte diesen Wunsch berücksichtigt.” Die getroffene Entscheidung nun mit Expertisen von Fachleuten zu begründen, das alles erscheint irgendwie durchsichtig. Resultierendes Gefühl daraus: wenig klare Linie, dafür mehr Polit-Pingpong? Nur so eine Vermutung: Ob die erwähnte Abteilung für den Fall in Dornbirn belassen würde, wenn dort die ÖVP immer noch im Bürgermeistersessel wäre? Möglich. Möglich auch, dass im nächsten Wahlkampf – dann aber nur ganz nebenbei und rein zufällig – darauf verwiesen wird, dass der Verlust von Gynäkologie und Geburtshilfe in gewissem Sinn auch dem aktuellen Dornbirner Bürgermeister, weil SPÖ, anzulasten sei.

Herwig Orgler, Götzis