Leserbrief: Feldkirch versinkt in Schulden und Stau

Leserbriefe / 10.05.2026 • 14:45 Uhr
Leserbrief: Feldkirch versinkt in Schulden und Stau

Die Tunnelspinnen-Gegnerinnen haben leider einfach Recht. Es werden Hunderte Millionen Euro vergeudet. Feldkirch kann das einfach nicht zahlen: Es steckt metertief in der Kreide, ist gewaltig verschuldet und wird seine Verpflichtungen zur Baukostenbeteiligung und zum notwendigen Rückbau der Straßen niemals einhalten können. Expertinnen schätzen jetzt schon die Erhaltungskosten des Tunnel-Ungetüms auf 12 bis 24 Millionen Euro jährlich, Hunderttausende Euro werden an Rechtsanwaltskanzleien nach Wien gezahlt, alle fragen sich, wozu es eine sündteure Beamtenschaft in der Vorarlberger Landesregierung gibt, wenn alles teuer ausgelagert wird. Die Tunnelspinnen-Gegnerinnen wollten immer schon Feldkirch entlasten, durch die Errichtung einer Bahn-Südeinfahrt z. B. oder durch eine wirksame Umfahrung der gesamten Stadtregion Feldkirch. Für all das hätten die ÖBB und die ASFINAG finanziell aufkommen müssen, jetzt sollen die Vorarlbergerinnen das direkt aus ihrem Budget zahlen, Wallner und Bitschi tragen dazu persönlich finanziell null bei, wir alle sollten den Brei zahlen. Dass das Ganze nicht so funktionieren wird, kommt dazu: Die Liechtensteiner rechnen mit enormem Mehrverkehr und planen schon neue Straßenbauten und Kreisverkehre. Die Tunnelspinne wird zum Mahnmal, zum Rohrkrepierer: Hunderte Millionen werden verlocht, der Stau bleibt, diesmal im Tunnel. Die Tunnelspinnen-Gegnerinnen schlagen nun eine deutlich kleinere Lösung vor, mit fast genau gleichen Zielen. Man sollte auf sie hören!

DI Andreas Postner, Rankweil