25-Prozent-Aktion auf Frischfleisch
Wenn man in verschiedenen Foren Bilder und Berichte über die Fleischindustrie sieht, ist so eine Aktion meiner Meinung nach eine Farce gegenüber den gepeinigten Tieren. Kälbchen werden meist schon nach der Geburt von den Müttern getrennt, noch nicht entwöhnt in Tiertransporter gesteckt und weite Strecken, oft ohne Futter und Wasser transportiert. Sie werden irgendwo gemästet, wo man von Tierschutz nicht viel hält und müssen dann einen qualvollen Tod sterben. Die Sauen werden in Kasten gesteckt, bei denen sie in engen, metallenen Einzelboxen fixiert werden. Sie können sich meist nicht einmal umdrehen, um ihre Ferkelchen zu tränken. Auch die Hühner- bzw. Putenmast ist reine Tierquälerei. Am schlimmsten finde ich, dass männliche Küken einfach geschreddert werden. Trotzdem stehen die Menschen bei solchen Aktionen Schlange vor den Fleischtheken. Es gibt bei uns im Land schon wieder einige Bauern, bei denen man Fleisch kaufen kann. Auch beim Metzger kommt das Fleisch aus der Region. Leider gibt es von diesem Berufsstand auch nicht mehr viele. Wenn man bei jedem Fleischgericht Fotos dazu bekommt, wie es den Tieren bis zu ihrer Schlachtung ergangen ist, würde wahrscheinlich so mancher darauf verzichten.
Marika Maier, Buch