Leserbrief: R.I.P. Timmy der Buckelwal

Leserbriefe / 19.05.2026 • 13:51 Uhr
Leserbrief: R.I.P. Timmy der Buckelwal

Timmy ist tot! Der finanzielle Aufwand dieser Rettungsaktion von 1,5 Millionen Euro wurde geradezu sprichwörtlich „in Sand gesetzt“. Ja, ich hätte Timmy ein Leben in Freiheit und Gesundheit gegönnt, aber wird hier angesichts des immensen Aufwandes noch mit dem richtigen Maß gemessen? Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte: „Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht. Wer das kritisieren will, möge das tun.“ (Zitat auf vol.at 16.5.). Diesen Satz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Gilt das heute auch noch für das menschliche Leben? Setzen sich Politiker hierzulande und anderswo tatsächlich so für den Schutz des Lebens ein? Die Lebensschützer vor dem LKH Bregenz leisten trotz großer Kritik wertvolle Arbeit und nutzen diese kleine und manchmal auch demütigende Chance, um Leben zu retten. Diese Haltung nenne ich wahrhaftig menschlich und in der Schöpfungsordnung Gottes. Noch nebenbei bemerkt: Für 1,5 Millionen Euro hätten mehr als 68.000 Kinder bei Mary’s Meals ein ganzes Jahr lang eine warme Schulmahlzeit erhalten (22 Euro je Kind und Schuljahr).

Eva Kruijen, Wolfurt