„Abzocke“ in Rankweil
Eines vorab: Kontrollen von Tempolimits sind eine wichtige Maßnahme zur Verkehrssicherheit. Dies, wenn sie an neuralgischen Plätzen sichtbar durchgeführt werden. Sichtbar, um den Pkw-Lenker an Gefahren wie heikle Übergänge, Schulwege, Kindergärten, den „versehentlichen Pedaldruck“ usw. zu erinnern, aber nicht um Bußgeld zu ergattern. Rankweil nutzt das mobile Radar scheinbar als Fallen. Bestens versteckt, stellt man sie nicht zur Mahnung, sondern als „Cash-Cow“ auf. Beispiel: Appenzeller Straße – das Radar steht von der A14 kommend hinter einem 50er-Schild bei einem Baum und ist mit Laub zugedeckt – ca. 300 m weiter eine Kreuzung mit Fußgängerübergängen. Dort wäre es sinnvoller aufgestellt. Auf meinem morgendlichen Arbeitsweg durchfahre ich sieben Radarstationen auf Rankweils Gemeindestraßen. Wilde Scooterfahrer ohne Helm und ohne Beleuchtung und sichtbar zu flott motorisierte E-Bikes rauschen an mir straflos vorbei, wo ist da die „mahnende“ Exekutive? Muss die strapazierte Gemeindekassa mit Tempolimit-Strafmandaten aufgepäppelt werden? Das ist nicht Prävention – das ist Wegelagerei!
Dr. Karl-Heinz Grotti, Zwischenwasser