Offene Feuerschalensucht?

Leserbriefe / 26.05.2026 • 15:07 Uhr
Offene Feuerschalensucht?

Sind andere junge Nachbarn auch so zuvorkommend, fast jeden Samstagabend in einer großen, offenen Feuerschale Holz und knackendes Brenngut zu verheizen? Als unsere Hecke noch kein Laub trug und auch weit früher schon, wurde fleißig „gefeuert“, obwohl sichtbar in unserer nicht gedämmten Veranda aus Bretterwänden und einfachverglasten Sprossenfenstern Wäsche hing. Zudem sehr angenehm ist, selbst in der nicht isolierten Veranda sitzend, „Duftfernsehen“ zu genießen … So etwas soll ja auch umweltfreundlich und „gesund“ sein. Ähnlich wie vor ein paar Jahren, als die Feuerschale bei offener Fensteroberlichte meist in Höhe meines Zimmers stand. Als ich nach Training und Gasthausbesuch mit meinen Partnern nach Hause kam, stank das ganze Zimmer bestialisch. „Menschliches Räucherfleisch“, besonders unseres, soll offensichtlich äußerst gesund sein, Hauptsache, diese bürgermeisternahe Eventklicke lebt ihre gewünschte Unterhaltung aus. Vergessen wird dabei tunlichst, dass speziell im Sommer meist am Abend ein leichter Wind vom Pfänderhang herunterweht … d. h. genau in unsere Richtung bzw. sich sehr wohl der Wind drehen kann, auch wenn das Feuer dann immer noch brennt! Ist so etwas verhaltensauffällig, wenn man trotz nachbarlichen Ersuchens ständig mit Taubheit reagiert? Ist das „Vorbildstellungsauskostung“ öffentlich Bediensteter? Ein mit Samstagabendhochzeiten und gut frequentierten Vormittagen luftgenussverbessernde, ständige Pkw-Parkplatzbelastungen dank Parkplatzbewirtschaftung würde vollauf genügen!

Kurt Höfferer, Hörbranz