Sparen unbedingt, aber wo?

Leserbriefe / 31.05.2026 • 17:22 Uhr

Da Europa wissenschaftlich erwiesenermaßen stärker als andere vom Klimawandel betroffen ist, müssen wir unsere Klimaschutzmaßnahmen logischerweise verstärken und nicht auf andere warten. Unsere Landwirtschaft als Rückgrat unserer Lebensmittelversorgung klagt schon monatelang über extreme Bodentrockenheit und erstmalig über Frühjahrswaldbrände, daher dürfen im kommenden Bundesdoppelbudget die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen keinesfalls gekürzt werden. Aber hier fehlt leider eine durchsetzungsstarke frühere Umweltministerin Gewessler mit Umweltschutz als Herzensanliegen. Bereits jetzt fallen klimabedingte volkswirtschaftliche Schäden von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr an, wobei unser kompetenter Finanzminister bei EU-Klimazielverfehlung bis 2030 weitere 2,8 Milliarden einrechnen muss. Leider nehmen offensichtlich zu wenige Menschen/Wähler die vielen Wissenschafts-/Umwelt-Fernsehberichte richtig wahr, sonst wäre die Ablehnung der aus der Zeit gefallenen Straßenverkehrsprojekte S-18, überdimensionierte Tunnelspinne, Lobautunnel usw. deutlich größer. Einsparungen ja – aber bitte nicht beim Klimaschutz, bei Familien und bei dem immer wichtiger werdenden Pflegepersonal (auch in Vlbg. gibt es Pflegenotstand). Sparen könnte man bei den üppigen Parteienförderungen auf Regierungs- und Oppositionsseite und bei Wahlkampfkosten sowie einnahmenseitig mit besserer Aufteilung „auf breitere Schultern“. Unsere Bundesregierung hat viele Maßnahmen in die richtige Richtung (Paketgebühren zum Schutz heimischen Handels, Asylfamiliennachzugsstopp, Social-Media-Verbot für Kinder) bereits gesetzt und es ist daher ärgerlich, dass nichts gelobt, sondern speziell von FPÖ und einer Servus-TV-Sendung wirklich alles nur schlechtgeredet und lächerlich gemacht wird.

Egon Troy, Fußach