Leserbrief: Ampel-Schwachsinn

So könnte man den Plan des zuständigen Landesstatthalters bezeichnen, dem ständigen Verkehrsstau vor dem Kreisverkehr bei der Autobahnauffahrt Dornbirn-Nord von der B190 damit zu begegnen, den Kreisverkehr durch Verkehrsampeln und weitere Fahrspuren zu ersetzen. Die Idee, stattdessen eine architektonisch ansprechende, mehrfach schon vorgeschlagene Überführung über den Kreisverkehr zumindest für die Richtungsfahrbahn Dornbirn nach Lauterach zu errichten, wäre ein verkehrstechnischer Fortschritt und nicht ein Zurück zur früheren Ampelregelung. Die bestehende Rechtsabbiegespur Richtung Bregenzerwald könnte dabei auch für die Autobahnauffahrt Verwendung finden und müsste erst weiter nördlich vor dem Kreisverkehr in zwei Fahrspuren Richtung Auffahrt und Achraintunnel geteilt werden. Die Autobahnabfahrt Richtung Lauterach erfordert eine neue Beschleunigungsspur. Ansonsten könnte der Kreisverkehr wie bisher mit zeitweiliger Ampelunterstützung bestehen bleiben. Bei einer Umfrage von Vol.at haben sich 36 Prozent für den Kreisverkehr ausgesprochen und nur 28 Prozent, sohin eine Minderheit, für eine Ampelregelung. Weitere 36 Prozent beurteilen zudem beide Varianten als ungenügend. Einer Überführung ist wegen des ständigen Hochwassers bei Starkregen gegenüber einer Unterführung der Vorrang zu geben, weil man zudem im Notfall auch die überführte Fahrbahn mit Ampelregelung und die erforderliche “Rettungsgasse” für den Gegenverkehr aus Richtung Lauterach nutzen könnte. Das Landesstraßenbauamt gemeinsam mit einem Architektenwettbewerb könnte eine ästhetische, kostengünstige und den Verkehrsflüssen angepasste Ausführung gewährleisten.
Dr. Dietmar Loy, Schwarzach