Leserbrief: Ausgezeichnete Spitalsküche in Dornbirn

Das Krankenhaus Dornbirn wurde von “Vorarlberg am Teller” mit Silber prämiert. Allgemein wird mitgeteilt, dass Dornbirn, noch mit eigener Küche, hervorragend kocht. Die meisten anderen Spitäler werden von einer Großküche vorbereitet, schockgefroren, in Containern an das Spital angeliefert, aufgetaut und dann serviert. Laut meinen Recherchen im Innsbrucker Spital, wo das auch praktiziert wird, soll die Einsparung, die erhofft wird, nicht vorhanden sein. Vorkochen, einfrieren, in Containern mit LKW zustellen, elektrisch auftauen und servieren. Es ist ein umständlicher Prozess und vom Spezialgeschirr bis Strom, Transport etc. frisst es die Rationalität auf. Zudem muss vorher organisiert werden (rechtzeitige Vorbestellung der Patienten). Wenn jemand unverhofft ins Spital kommt, war keine Vorbestellung vorhanden und der Patient bekommt kein Essen. Frisch im Krankenhaus gekocht bringt große Vorteile und effizientes, frisches, individuelles Essen. Zudem gibt es Arbeitsplätze, die heute mehr denn je gebraucht werden. Eine “Rationalisierung”, wie hier bei mehreren Krankenhäusern, hat mehr Nachteile als Vorteile. Gott sei Dank wird in Dornbirn noch frisch und gut gekocht. Das soll auch so bitte bleiben. Dornbirn ist nicht nur hier bestens geführt, sondern in allen Abteilungen medizinisch und betreuerisch. Sowohl kaufmännisch als auch organisatorisch bestens im Schuss.
Oskar Piffer, Dornbirn