Leserbrief: Der Achtalweg

Es ist bedauerlich, mit welcher Verbissenheit manche Leserbriefschreiber dem letzten Stück unberührter Natur im Raum Bregenz nachstellen, um es zu planieren, zu zerstören und einen Großraumradweg daraus zu machen. Das heißt nichts anderes, als seltene Pflanzen auszureißen und heimischen Tieren den Platz wegzunehmen! Haben diese Menschen nicht schon Platz genug, um mit ihren E-Bikes überall hinzukommen, Wanderer und Spaziergänger an den Rand zu drängen, als Herrscher der Waldwege. Radfahren kann man das wohl nicht mehr nennen. Wer gut Rad fahren kann, findet genug Wege, um in den Bregenzerwald und zurückzukommen. Wer einmal den Achtalweg zu Fuß mit offenen Augen gegangen ist, der weiß, wenn er die Natur liebt, was das für ein Juwel ist, wo einem das Herz aufgeht. Aber vielleicht sind diese Leserbriefschreiber für eine beschauliche Wanderung, eben und am Fluss entlang, nicht imstande. Alles muss dem Menschen untertan sein und sich bis zur Zerstörung anpassen. Daher sind 80 Prozent der Insekten ausgestorben (Schmetterlinge findet man in der Ebene nur mehr am Achtalweg), Singvögel folgen ihnen. Was werden wir Kindern erzählen, wo all das Schöne hin ist? Es wäre gut, darüber nachzudenken und vor allem mit Kindern den Achtalweg entlangzugehen, zu staunen, zu zeigen, zu baden und zu picknicken.
Dori Fels, Hard