Leserbrief: Aufmerksamkeit, Selbstverantwortung, Vorsicht, Rücksicht und Nachsicht

Viele Dinge in unserem heutigen Leben werden oder wurden vom Gesetzgeber für uns geregelt. Auf der Strecke bleiben oft der Hausverstand, die Selbstverantwortung, die Aufmerksamkeit und Vorsicht – Rücksicht – Nachsicht. Nicht nur im Straßenverkehr regiert heute das Chaos – statt eines geordneten Miteinanders nimmt jeder bedenkenlos seine scheinbaren Rechte wahr – aber jedes Recht ist auch mit einer Pflicht verbunden! Die Fußgänger sind sich ihrer Verletzlichkeit nicht bewusst und laufen kreuz und quer über die Straßen, ohne sich zu versichern, ob ihre Absichten von den motorisierten Teilnehmern erkannt bzw. gesehen werden und auch entsprechend reagiert wird. Radfahrer, Mountainbiker, Scooter oder Trittroller mit oder ohne motorische Unterstützung nutzen die Straßen, die Rad- und Gehwege in allen Richtungen, nähern sich viel zu schnell den Kreuzungen und Zebrastreifen ohne Rücksicht auf Verluste. Meist sind die in der Dämmerung, abends oder nachts in dunkler Kleidung, ohne Reflektoren, Beleuchtung oder Rückstrahler unterwegs. Wie soll das auf Dauer funktionieren? Viel körperliches Leid und auch unnötige finanzielle Belastungen (auch unseres Gesundheitssystems) könnten durch ein bewusstes, friedliches und geordnetes Miteinander vermieden werden: Aufmerksamkeit, Selbstverantwortung, Vorsicht, Rücksicht und Nachsicht aller Verkehrsteilnehmer ist gefragt! Zusammen geht’s besser.
Gerda Steiger, Dornbirn