Leserbrief: Seeweg Hard vs. Bregenz

Leserbriefe / 02.07.2026 • 15:37 Uhr
Leserbrief: Seeweg Hard vs. Bregenz

Während Bregenz vom Wocherhafen bis zum Alten Militärbad längst eine klare Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern geschaffen hat, scheint Hard dazu bis heute nicht fähig oder nicht willens zu sein. Für Fußgänger, mit oder ohne Kinder (und Hunde), ist der Seeweg vielerorts eine Zumutung. Wer vom neuen Strandbad über den Hafen, den Stedepark und den Grünen Damm entlang der Dornbirner Ache bis zur Rheinstraße zu Fuß unterwegs ist, muss ständig damit rechnen, von rücksichtslos und oft viel zu schnell fahrenden E-Bikes oder Rennrädern bedrängt zu werden. Gerade in einem der schönsten Erholungsgebiete der Region wird damit offenbar in Kauf genommen, dass sich Fußgänger unsicher fühlen oder bestimmte Abschnitte gleich ganz meiden. Besonders bezeichnend ist die kleine Brücke beim Stedepark: Die einzige Stelle, an der eine Trennung zumindest ansatzweise erkennbar wäre (auf beiden Seiten eine Fahrverbotstafel), hält sich daran kaum ein Radfahrer. Wenn eine Gemeinde es nicht schafft, an einem so stark frequentierten Naherholungsraum für Sicherheit und klare Ordnung zu sorgen, dann ist das kein kleines Versäumnis mehr, sondern Ausdruck falscher Prioritäten. Bürgermeister Staudinger muss sich daher schon die Frage gefallen lassen, ob ihm die Sicherheit von Fußgängern am See überhaupt ein echtes Anliegen ist.

Christian Baldauf, Hard