Leserbrief: Unverständliche Förderpraxen

Zwei unterschiedliche Fälle von in Aussicht gestellten Förderungen – negative Erledigungen: Der von meinen Töchtern geplante Hausbau wurde von der Energieberatungsstelle als Doppelwohnhaus bewertet, sodass auch die erhöhte Förderung für ein Doppelwohnhaus der Finanzierungsplanung zugrunde gelegt wurde. Die Wohnbauförderungsstelle des Landes hat das Bauvorhaben aber anders bewertet. Als Doppelwohnhaus könne nur ein Vorhaben bewertet werden, wenn die Wohnkörper sich seitlich berühren. Wohneinheiten übereinander könne diese Eigenschaft nicht zuerkannt werden. Zwar ist diese Auslegung total unverständlich, konnte von den zuständigen Landespolitikern auch nicht logisch begründet werden. Diese Haltung machte den Wunsch nach einem Hausbau nahezu unmöglich. Jetzt sollte auch im Elternhaus neben dem Heizungstausch – Luftwärmepumpe gegen Ölheizung – auch eine immer wieder angepriesene PV-Anlage errichtet werden. Bezüglich der in Aussicht gestellten Förderung wiederum eine totale Enttäuschung: Zwei Mal konnte das Ansuchen mangels vorhandener Mittel nicht berücksichtigt werden. Erneut eine Niederlage. Diese Absagen von angepriesenen Förderungen sind für mich eine Frotzelei. Es wäre doch viel ehrlicher, unter Hinweis auf die katastrophale Finanzlage, Förderungen gar nicht in Aussicht zu stellen. Wie viele ehrliche Bürger werden durch solche Praktiken buchstäblich verarscht? Muss das sein?
Dr. Franz Josef Ellensohn, Götzis