Leserbrief: “Das ist nicht unsere Religion”

Leserbriefe / 17.07.2026 • 12:30 Uhr
Leserbrief: "Das ist nicht unsere Religion"

Zu den “Gedanken zum Sonntag” von Pater Martin Werlen, VN am 11./12.7.26:

Mit dieser Überschrift hat Pater Martin Werlen, Probst von St. Gerold, seine “Gedanken zum Sonntag” getitelt. Ein Textteil: “Wenn jemand im Namen der Religion anders verkündet, müssen wir Einhalt gebieten. So hat bei der 70-Jahr-Feier der FPÖ der vom Volk Ungarns deutlich abgewählte Ministerpräsident stolz verkündet: ‚Ich bin stolz darauf, dass die Zahl der Migranten in Ungarn heute bei null liegt.‘ Dafür hat er großen Applaus und lauten Jubel geerntet.” Pater Werlen sei darüber als gläubiger Mensch erschrocken. Für mich eine absolut unverständliche Äußerung. Orban hat sicher zu stark autoritär regiert, deshalb auch die Abwahl. Aber im Punkt Migranten kann nicht nur ich, sondern viele meiner Freunde dem nur Positives abgewinnen. Wir ersticken an eingewanderten Migranten, die uns enorm viel kosten. Der größte Teil kann nicht zur Arbeit eingesetzt werden und fällt uns zur Last. Ungarn ist für mich Vorbild, und Dänemark zieht nach und schiebt deutlich mehr Migranten ab. Unser Ex-Kanzler Kurz hatte damals als Außenminister vor dem EU-Parlament den Vorschlag, irgendwo ein Lager zu eröffnen und alle illegalen Migranten dorthin zu bringen, bis sie in ihre Heimat zurückkönnen. Das wäre sinnvoll, Australien ist hier ein Beispiel. Er erntete jedoch eine totale Absage.

Oskar Piffer, Dornbirn