Inquisition 2026

In seinem Kommentar vom 16.7.2016 A6 schreibt Reinhold Bilgeri „Wie kann die Wissenschaft endlich die „Ungläubigen“… überzeugen…“ Ist eigentlich klar, dass das dem Sprachgebrauch der mittelalterlichen Inquisition entspricht? Nun, „DIE Wissenschaft“ gibt es nicht, gab es nie und darf es nicht geben. Wissenschaft lebt vom gegenseitigen Lernen, vom Widerspruch. Einheitliche Meinungsmache kann keine Wissenschaft sein, sie ist sektiererischer Wahrheitsanspruch, ein Gläubigkeitsphänomen. Zur Sache: Die Warmphase sieht jeder – siehe schmelzende Gletscher. Dafür, dass der Mensch damit etwas zu tun habe, bleiben die „Klimapaniker“ aber jeden Beleg schuldig. Wie erklärt man sich einen Artikel in den Salzburger Nachrichten aus 2014 über die Pasterze (den größten Gletscher Österreichs), der schon 400 Meter zurückgegangen war? Und da oben findet man zweieinhalbtausend Jahre alte Baumreste. In der römischen Warmzeit 0 bis 300 und in der mittelalterlichen 800–1200 stiegen die Temperaturen und in der Folge CO2, gefolgt von einem Anstieg der Ernten. Kathedralen wurden gebaut. Damals hat aber keiner ein Moped gehabt, oder? CO2 ist Voraussetzung für die Photosynthese der Pflanzen, damit für die lebensnotwendige Sauerstoffproduktion. Was will man da „sparen?“ Hört z. B. Prof. Kirstein und andere seriöse Meteorologen.
Franz Riedmann, Lustenau