Leserbrief: Volksbegehren

Tief erschüttert muss ich zur Kenntnis nehmen, wie man in der Vorarlberger Landesregierung mit dem eindeutigen Ergebnis des Volksbegehrens umgeht. Ist das Demokratie? Nur drei Tage nach Bekanntgabe der sehr beeindruckenden Anzahl an Unterschriften verkündet die schwarz-blaue Landesregierung, dass alles so weiterläuft wie angekündigt. Diese beiden Parteien werde ich so nicht mehr wählen können! Es geht hier nicht um Befindlichkeiten von Patientinnen und Patienten oder des Personals, sondern um die Zerstörung gut funktionierender Strukturen. Über Jahrzehnte wurden in Dornbirn von großartigen Fachleuten Abteilungen aufgebaut, die österreichweit ihresgleichen suchen. Dass eine Zusammenlegung der Spitäler im Unterland an einem strategisch günstigen Ort mittelfristig notwendig ist, möchte ich nicht bestreiten. Aber diese höchst kostspielige Rochade als Zwischenschritt … was steckt wirklich dahinter? Die gelieferten Begründungen wirken fadenscheinig. Viele Zig-Millionen Euro, die in die betroffenen Abteilungen gebuttert werden müssen, fehlen doch nachher beim Bau des Spitalscampus 2040! Bitte hören Sie auf die wahren Fachleute!
Tamara Herburger, Dornbirn