Leserbrief: “Da dürfen wir nicht stumm bleiben”

Das schreibt Pater Martin Werlen in seinen lesenswerten Gedanken zum Sonntag am 11.7. in der VN. Nämlich dann nicht stumm bleiben, wenn Religion für engstirnige und verachtende Haltungen herhalten muss. P. Martin nennt zwei Beispiele: Das eine ist eine Aussage des vom Volk Ungarns deutlich abgewählten Ministerpräsidenten bei der 70-Jahr-Feier der FPÖ. Er meinte, er sei stolz darauf, dass die Zahl der Migranten in Ungarn heute bei null liege. Das zweite Beispiel stammt von der Parteichefin der AfD in Deutschland. Bei derselben Feier rühmte sie sich in ihrem Grußwort im Namen aller, sich abgrenzend als Patrioten bezeichnenden Menschen: ‚Wir bewahren unsere Kultur. Wir bewahren unsere Religion.‘ P. Martin war nach allem Gehörten klar: “Das ist nicht unsere Religion! Das ist vielmehr Verrat unseres Glaubens.” Ja. Eine Religion, die ausgrenzt, ist keine. Ich bedanke mich sehr bei Pater Martin, dass er seinen Mund aufgemacht hat. Ich stimme ihm zu: Da dürfen wir nicht stumm bleiben. P. S. Auch was P. Martin zur höchsten Priorität für Klimaschutz sagt, ist absolut beachtenswert.
Hubert Feurstein, Zwischenwasser