Leserbrief: Nicht schweigen, sondern handeln

Zu den Leserbriefen: Mélanie chancenlos (Maria-Luise Thöny), Gelebte Demokratie – aber bitte ohne Folgen (Mechtild Bawart) und zu den Kommentaren: Ein großer Unterschied (Walter Fink), Die Flammen und die Floskeln (Christian Rainer):
Diese hervorragenden Beiträge ergänzen sich überzeugend. Wenn man die absurden Statements und Beschlüsse von einem der mächtigsten Macher der Welt oder von manchen Machern der jeweiligen EU-Länder liest, werden vermutlich verantwortungsbewusste, demokratische Gefühle wachgerüttelt. Die VN-Abonnenten wissen wenigstens klar und deutlich, wofür sie mit allen verfügbaren Kräften friedlich kämpfen sollen. Die Anzahl der Unterschriften (Petitionen, Initiativen), der kritischen, aufklärenden und mutigen Artikel und Kommentare müsste logischerweise, à la longue, doch wirken (?). Die kleine Mélanie hat demnach eine Chance und, ohne es zu wissen, gibt uns eine Parole weiter: nicht stets vor Angst und Scham vor der Macht kriechen, den reinen Wein der eigenen Überzeugung einschenken und kämpfen, um wenigstens einen Schimmer menschlicher Gerechtigkeit zu verteidigen.
Marie-Thérèse Mercanton, Bludenz