Leserbrief: Er kann’s nicht lassen!

Eigentlich widmete Christian Rainer seinen Kommentar in den VN vom 25./26. Juli 2026 (Titel: “Pink ist auch nur noch Farbe”) dem Zustand der Partei der Neos. Er kann es dabei aber nicht lassen, Seitenhiebe in Form von Behauptungen gegen Kickl bzw. die FPÖ auszuteilen. Der Inhalt des Kommentars lässt sich aus meiner Sicht mit den Schlussfolgerungen, die Rainer aus seiner Beurteilung zieht, nicht vereinbaren. Er will bei einzelnen Pinken eine positive Verhaltensauffälligkeit sehen? Ein Staatssekretär Schellhorn, der als eine erste seiner Amtshandlungen den Dienstwagen Audi A6 gegen einen Audi A8 wegen zu geringer Beinfreiheit austauscht, Meinl-Reisinger mit ihrer aussichtslosen, geldverschwenderischen Ukrainepolitik, dabei in deren Tracht herumhüpft und einen autoritären Führungsstil an den Tag legt, von Helmut Brandstätters Auftritten ganz zu schweigen. Da verwundert es mich, wenn Rainer schreibt: “Solche Leute in den Regierungsparteien sind doch die einzige Möglichkeit, Herbert Kickl als nächsten Bundeskanzler zu verhindern.” Lässt sich da eine “Kicklphobie” diagnostizieren? Ich sehe die Neos als eine Partei, die jene Grundsätze aufgibt, mit denen sie einst angetreten ist. Wenn Rainer am Schluss schreibt: “Österreich braucht eine liberale Partei, die streitet, stört und sich etwas traut”, meine ich, da kann er doch nur die FPÖ gemeint haben.
Günther Wieser, Lochau