Leserbrief: Selbstbestimmt-gelenktes Demokratieverständnis?

Leserbriefe / 03.08.2026 • 08:20 Uhr
Leserbrief: Selbstbestimmt-gelenktes Demokratieverständnis?

Zum Leserbrief Demokratiebeteiligung, VN vom 31.7.2026:

Ist das, was bei uns vorherrscht, eine Parteiendiktatur? Haben wir demokratische Werkzeuge, unsere Politiker und Parteien an Geldverschwendung, deren Geldgeschenke ins Ausland und die überdimensionierten EU-Nettozahlungen zu minimieren oder gar zu hindern? Ich denke, nein! Unser Staat hat eine der höchsten Einnahmenquoten pro Kopf in der EU und ist nicht zuletzt wegen der immens hohen Parteienförderungen, NGO-Zuwendungen und der EU-Nettozahlungen u. a. m. so hoch verschuldet und mit einem EU-Defizitstrafverfahren konfrontiert! Gleichen wir nicht immer mehr einer parteienhörigen, teilweise gleichgültigen, fast unkritisch-ergebenen Menschenmasse – zumindest mit hoher Beteiligung? Nach langjährigen Erfahrungen sind es einzelne Personen, die sich rechtlich korrekt und bemüht um betroffene Menschen kümmern, die nicht mit entsprechenden Beziehungen ausgestattet sind. Wie es scheint, existieren solch menschlich verdiente Personen jedoch oft nicht allzu lange in dieser Umgebung bzw. Stellung. Diese werden nicht selten nach Möglichkeit als Hindernis aus einer “wohlgeschmiert-gewohnten Maschinerie” tunlichst entfernt oder ins Abseits gestellt. Gewissenlosigkeit oder Erklärungsgleichgültigkeit setzt sich dann einfach als Bequemlichkeit “demokratisch”, etwas sanfter “verpackt”, fort. Wie vorbildlich unsere “volksbestimmenden Gepflogenheiten” gelebt wurden und werden, ist wohl täglich mitzuerleben, zeigte sich vor allem herausragend in Coronazeiten und aktuell in unseren Geldbeuteln.

Kurt Höfferer, Hörbranz