Leserbrief: Wer im Urlaub radelt, tut es auch im Alltag

Ein gut ausgebautes Radwegenetz, wie wir es in vielen Ländern vorfinden können, ist der beste Anreiz für eine fahrradbegeisterte Bevölkerung, welche die Erholungswirkung mit Einbindung des aktiven Klimaschutzes als wertvollen Beitrag für ihre Gesundheit nützt. Auch in unserem Ländle bieten sich dazu zahlreiche Möglichkeiten: vom Bodensee bis ins Montafon – vom Leiblachtal durchs Rheindeltagebiet bis ins Klostertal. Ein großes Manko ist allerdings ein auch für Familien bestens geeigneter Lückenschluss in den Bregenzerwald, welcher von vielen Leserbriefschreiber/innen schon unzählige Male reklamiert wurde! Im Gegensatz zu aufstrebenden Fremdenverkehrsregionen im In- und Ausland, welche zukunftsorientiert die Vorteile und den Nutzen einer nachhaltigen Fahrradnetz-Infrastruktur kontinuierlich nützen, haben unsere dafür verantwortlichen Touristik- und Politikverantwortlichen diese Möglichkeit offenbar noch nicht überall begriffen! Dies in Zeiten, wo sich das Radfahren zu einem kostengünstigen Wirtschaftsfaktor gemausert hat, wie auch eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit zeigt: Demnach wurden durch den Radverkehr in Österreich Wertschöpfungseffekte von 882 Mill. Euro erwirtschaftet und 18.328 Arbeitsplätze geschaffen. Den größten Anteil davon nimmt der Radtourismus mit 317 Mio. Euro, 58 Prozent, ein, Radreisen boomen, Touristiker beziffern die Zuwachsraten in den letzten Jahren auf bis zu 10 Prozent, eine Trendwende ist nicht in Sicht! Verhinderte Radweg-Investitionen blockieren Klimaschutz und Zukunftsentwicklung.
Helmut Leite, Alt-Bgm., Schwarzach