Leserbrief: Klimaschutz braucht entschlossenes Handeln!

Während Hitze und Trockenheit vorarlbergweit spürbarer werden, europaweit ganze Landstriche brennen, unser Vieh zu wenig Wasser und Futter vorfindet, einige Bürger:innen belastungsbedingt früher sterben, heißt’s im Landhaus: Business as usual! Es erweckt den Eindruck, als ob unsere Landesregierung (generell die meisten Politiker unserer Welt) nichts von diesen weltweiten Problemen gehört hat. 2019 wurde der Klimanotstand vom Landtag ausgerufen. Eine scheinheilige Handlung, der kaum wirkungsvolle Taten gefolgt sind. Horrend teure Straßenbauprojekte werden forciert. Öffis verteuert; ein Tarifsystem eingeführt, wo selbst eigene Mitarbeiter:innen nicht durchblicken; das Umsteigen klappt vielfach nicht mehr. Das Wahnwitzigste jedoch: die geplante Reform des Umweltschutzes! War dieser eh nur mangelhaft wirkungsvoll, soll dieser völlig zahnlos werden. Herr Wallner, wie können Sie Ihren Kindern das alles antun? Natürlich braucht Vorarlberg eine starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze. Doch wirtschaftliche Entwicklung und Umwelt- und Klimaschutz müssen kein Widerspruch sein. Eine verantwortungsvolle Landesregierung sollte beides verbinden und bei ihren Entscheidungen die langfristigen Folgen für Mensch und Natur berücksichtigen. Wir alle sind gefordert, unseren Lebensstil zu hinterfragen! Von der Landesregierung dürfen wir erwarten, dass sie ihrer besonderen Verantwortung gerecht wird und mutige, zukunftsorientierte Entscheidungen trifft. Umwelt- und Klimaschutz sind keine Fragen des politischen Geschmacks, sondern eine Frage der Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern.
Harald Mark, Nenzing